Wenn die Anderen feiern 370 Stunden Dienst an Fassenacht

An den tollen Tagen herrschte in der Fassenachts-Hochburg Bad Camberg wieder einmal eine Superstimmung im Zelt des Carnevalvereins und bei den Umzügen. Besonders die Altweiberhölle im Festzelt, welches im Innenhof des Amthofs aufgebaut war und der Handkarrenumzug am Sonntag zogen Scharen von Besuchern an.

Am Sonntag beteiligten sich hunderte Menschen am Umzug und etwa 1000 säumten dicht gedrängt die Straßen und Plätze.

Die Bad Camberger Feuerwehren leisteten Brandsicherheitsdienst im Zelt und sorgten bei den Umzügen in Camberg, Erbach und Würges für die Verkehrsabsicherung.

 

Besonders bei großen Umzügen wie dem Handkarrenumzug besteht während der Veranstaltung das Risiko, dass bei einem Alarm für die Wehr ein Durchkommen der Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Die Konsequenz hieraus besteht darin, einen mobilen, ständig besetzten Einsatzzug vorzuhalten, der im Bedarfsfall schnell ausrücken kann.

Insgesamt wurden von Donnerstag bis Dienstag 370 Einsatzstunden durch Feuerwehrangehörige aller Stadtteilwehren geleistet. Alexander Rembser, stellvertretender Stadtbrandinspektor, konnte nicht ohne Stolz feststellen, dass die Dienste stets Stadtteilübergreifend geleistet werden und das Miteinander groß geschrieben wird. Nicht darin enthalten sind die Einsatzvorbereitungen wie die Mannschaftseinteilung und das Erstellen eines Sicherheitskonzeptes für das Festzelt gemeinsam mit dem örtlichen Ordnungsamt. Hier entstand ein 16-seitiges Werk.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, den Carnevalvereinen, dem Ordnungsamt und dem Deutschen Roten Kreuz gestaltete sich konstruktiv, was nicht zuletzt mit der jahrelangen Kooperation zu erklären ist.

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Bild:Trotz Sicherheitsdienst, Spaß muss sein:  Einsatzleiter Alexander Rembser konnte sich einer Dekoration durch Närrinnen nicht entziehen.