Führerscheinausbildung für Gabelstaplerbei der Bad Camberger Feuerwehr

Elf Einsatzkräfte, darunter eine Frau haben am 17.und 18.April erfolgreich die Ausbildung zum Führen eines Gabelstaplers absolviert. Die Feuerwehr Bad Camberg verfügt über ein solches Fahrzeug, das hauptsächlich zum Ein –und Auslagern im Hochregallager genutzt wird. In diesem Regal lagern Einsatzgegenstände, Ausbildungsmittel und Ausrüstungsteile. Mit dem als Zubehör vorgehaltenen Fassgreifer können im Einsatzfall auch verunfallte Fässer geborgen und zum Abtransport verladen werden.

Nach Abschluss des Lehrgangs stehen jetzt über 20 berechtigte Fahrerinnen und Fahrer für das Flurförderfahrzeug zur Verfügung. Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, in beiden Bereichen ist jeweils eine Prüfung abzulegen. Theoretisch werden u.a. die Eigenschaften von Staplern, die Unfallverhütungsvorschriften und das Ermitteln von zulässigen Lasten behandelt. Im praktischen Teil absolvieren die Teilnehmer jeweils drei unterschiedliche Parcours, von denen der letzte die Prüfungsfahrt darstellt. Knifflige räumliche Situationen sind hier vorhanden und müssen unfallfrei befahren werden. Dabei werden Container bewegt.

 

Ermöglicht wurde die Ausbildung durch den aktiven Feuerwehrmann Frank Lohse, der die erforderliche Qualifikation als Instruktor besitzt und bei seinem Arbeitgeber die Staplerfahrer ausbildet. Er wird künftig auch die jährliche Auffrischung durchführen. Die Wehrführung bedankt sich bei ihm daher für das besondere Engagement.

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Bild: Die Teilnehmer mit Ausbilder Frank Lohse (2.v.l.)               

Foto: Tizian Burbach

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Bild: Der Übungsparcours war anspruchsvoll und wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeistert.

Foto: Helmut Thies

Feuerwehr zieht Bilanz – Rolf Kaupe ist Ehrenmitglied

Die Jahreshauptversammlung der Bad Camberger Kernstadtfeuerwehr fand am 21.Februar im Feuerwehrhaus statt. Wehrführer Hendrik Hotz konnte Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, Bürgermeister Wolfgang Erk (beide SPD) und Ortsvorsteher Helmut Thuy (CDU) als Gäste begrüßen.

Bürgermeister Erk berichtete in seinem Grußwort aus der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung und der dort getroffenen Aussage über die gemeinsam von Politik und Feuerwehr zu planende künftige Entwicklung der Wehren. Der Digitalfunk wird weiter ausgebaut. Er dankte den Stadtverordneten, dem Ortsbeirat und der Leiterin des Ordnungsamtes, Heike Niehörster, für die Unterstützung.

Stadtverordnetenvorsteher Schaus betonte, dass die Diskussionen um die Ausrichtung des Brandschutzes nunmehr in einem ruhigeren Fahrwasser fortgeführt werden können. Er dankte den Aktiven für z.B. 370 Stunden Einsatzdienst rund um die Fassenachtsumzüge und der Zeltveranstaltungen.

Helmut Thuy grüßte vom Ortsbeirat und sagte, dass dieser sich mit der Feuerwehr verbunden fühlt und immer ein offenes Ohr für deren Belange hat.

Stadtbrandinspektor Christoph Schmitt, selbst ein Mitglied der Camberger Wehr, hat als Chef des dreiköpfigen Leitungsteams, dass neben seiner Person aus den beiden Stellvertretern Alexander Rembser und Oliver Held besteht, tiefen Einblick in das Gesamtgeschehen der Camberger Feuerwehren. Durch die vielen Einsatz-und Ausbildungsaktivitäten steht das vereinsmäßige, kameradschaftliche Engagement oft zurück, weil einfach die Zeit fehlt. Da aber eine Gemeinschaft zu großen Teilen auch aus solchen Elementen besteht sprach er sich für eine Forcierung in diesem Bereich aus und begrüßte ausdrücklich die Wiederbelebung des traditionellen Kreuzkapellenfestes im vergangen Jahr.

 

Schriftführerin Sabine Flecks stellte ihre Ausführung unter die Leitbegriffe der Feuerwehren „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ und erläuterte, in welche der Kategorien die in 2014 geleisteten Einsätze eingeordnet werden. Alle Berichte erfolgten mit bebilderten Präsentationen. Wehrführer Hendrik Hotz bilanzierte 101 Einsätze im abgelaufenen Jahr, davon 49 Brände, 21 Technische Hilfeleistungen, der Rest sonstige, z.B. Türöffnungen, Brandschutzerziehung.

Insgesamt hat die Wehr bei Ausbildung, Einsätzen, Jugendarbeit, Sitzungen, Gerätepflege u.v.a.m. 14.729,55 Stunden geleistet.

Legt man einen nicht zu hoch gegriffenen Stundensatz eines Beschäftigten in Höhe von 50,- €/Stunde zu Grunde, ergibt sich ein Leistungswert für die Allgemeinheit in Höhe von

736.455,50 €.

Der stellvertretende Wehrführer Alexander Rembser zeigte sich zufrieden mit einer durchschnittlichen Übungsbeteiligung von 24 Personen. Ab der 17. Kalenderwoche werden in die Fahrzeuge die fest installierten Digitalfunkgeräte eingebaut.

Die aktive Wehr besteht derzeit aus 2 Frauen und 44 Männern.

16 Jugendliche gehören der Jugendwehr an und 20 Passive sind zu verzeichnen. Die Alters-und Ehrenabteilung hat 21 Mitglieder, gesamt also 103 Personen. Jugendwart Marius Meister berichtete von den zahlreichen Aktivitäten der Jugendlichen, hierbei ist eine Fahrt nach Zell am See besonders hervorzuheben und das Ablegen der Leistungsspange von neun Jugendlichen.

Der Haushaltsvoranschlag für 2015 wurde von der Versammlung nach erfolgtem Bericht des Kassengeschäftsführers Jochen Heinze gebilligt, weiterhin erfolgten die Bilanzen des Gerätewartes, des Kleider-und Kommunikationswartes, und des Katastrophenschutzes.

 

Einstimmig ernannte die Versammlung Rolf Kaupe zum Ehrenmitglied. Er hat im Laufe seiner Zugehörigkeit zur Wehr verantwortungsvolle Tätigkeiten ausgeübt, war 20 Jahre Kassengeschäftsführer und auch stellvertretender Wehrführer. Im vergangenen Jahr beendete er mit 65 Jahren mit Erreichen der gesetzlichen Feuerwehr-Altersgrenze seine aktive Laufbahn im Einsatzdienst. Rolf Kaupe ist aber trotzdem weiter für die Wehr tätig, pflegt das Schlauchmaterial, kümmert sich um die EDV, ebenso um die Ausrüstung nach den Einsätzen; wenn die Aktiven wieder zur Arbeit müssen und fährt die Fahrzeugen zu Werksatt-und TÜV-terminen. Die Versammlung ehrte ihn mit stehenden Ovationen.

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Rolf Kaupe, ernannt zum Ehrenmitglied der FFW Bad Camberg

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Wehrführer Hendrik Hotz (rechts) und sein Stellvertreter Alexander Rembser (links) überreichen Rolf Kaupe die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied

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Stehende Ovationen für Rolf Kaupe von den Anwesenden

Wenn die Anderen feiern 370 Stunden Dienst an Fassenacht

An den tollen Tagen herrschte in der Fassenachts-Hochburg Bad Camberg wieder einmal eine Superstimmung im Zelt des Carnevalvereins und bei den Umzügen. Besonders die Altweiberhölle im Festzelt, welches im Innenhof des Amthofs aufgebaut war und der Handkarrenumzug am Sonntag zogen Scharen von Besuchern an.

Am Sonntag beteiligten sich hunderte Menschen am Umzug und etwa 1000 säumten dicht gedrängt die Straßen und Plätze.

Die Bad Camberger Feuerwehren leisteten Brandsicherheitsdienst im Zelt und sorgten bei den Umzügen in Camberg, Erbach und Würges für die Verkehrsabsicherung.

 

Besonders bei großen Umzügen wie dem Handkarrenumzug besteht während der Veranstaltung das Risiko, dass bei einem Alarm für die Wehr ein Durchkommen der Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Die Konsequenz hieraus besteht darin, einen mobilen, ständig besetzten Einsatzzug vorzuhalten, der im Bedarfsfall schnell ausrücken kann.

Insgesamt wurden von Donnerstag bis Dienstag 370 Einsatzstunden durch Feuerwehrangehörige aller Stadtteilwehren geleistet. Alexander Rembser, stellvertretender Stadtbrandinspektor, konnte nicht ohne Stolz feststellen, dass die Dienste stets Stadtteilübergreifend geleistet werden und das Miteinander groß geschrieben wird. Nicht darin enthalten sind die Einsatzvorbereitungen wie die Mannschaftseinteilung und das Erstellen eines Sicherheitskonzeptes für das Festzelt gemeinsam mit dem örtlichen Ordnungsamt. Hier entstand ein 16-seitiges Werk.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, den Carnevalvereinen, dem Ordnungsamt und dem Deutschen Roten Kreuz gestaltete sich konstruktiv, was nicht zuletzt mit der jahrelangen Kooperation zu erklären ist.

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Bild:Trotz Sicherheitsdienst, Spaß muss sein:  Einsatzleiter Alexander Rembser konnte sich einer Dekoration durch Närrinnen nicht entziehen.

LKW durchbricht Mittelleitplanke Auf der Autobahn bei Bad Camberg – 30 km Staus

 

Am Freitag, dem 30.Januar ereignete sich auf der Bundesautobahn A3 in Höhe Bad Camberg ein folgenschwerer Unfall. Gegen 14 Uhr fuhr ein Sattelzug, der Richtung Köln unterwegs war, auf seinen Vordermann auf. Dabei wurde das Fahrzeug nach links abgewiesen, schoss über alle Fahrbahnen und durchbrach die Mittelleitplanke. Das Fahrerhaus der Sattelzugmaschine kam auf der Gegenfahrbahn zum Liegen.

Die Zentralen Leitstellen des Landkreises Limburg-Weilburg und des Rheingau-Taunus-Kreises entsandten die Feuerwehren Bad Camberg und Idstein mit den jeweils für Autobahneinsätze vorgesehenen Stadtteilwehren Oberselters, Erbach und Würges sowie Idstein-Wörsdorf. Seitens des Rettungsdienstes wurden mehrere Rettungswagen und Notärzte geschickt, da das gemeldete Schadensbild auf ein größeres Unglück schließen ließ und davon auszugehen war, dass der Fahrer eingeklemmt war.

 

Beim Eintreffen des Rettungsdienstes konnte dieser glücklicher weise seine Kabine verlassen und wurde versorgt.

Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab und führten eine Erkundung durch. Dazu wurde der Brandschutz sichergestellt.

Die Erkundung ergab, dass das Fahrzeug mit Maisgrieß beladen war, Gefahrstoffe waren weder geladen, noch liefen welche aus.

Es bildeten sich in beiden Fahrtrichtungen Staus von jeweils rd. 15 km und auch die umliegenden Landstraßen waren völlig überlastet.

Das lässt sich mit dem freitags höheren Verkehrsaufkommen und dem einsetzenden Urlaubsverkehr in die Skigebiete erklären.

 

Nach Klärung der Lage wurde ein Großteil der Einsatzkräfte wieder zurück beordert, die Bergung des Fahrzeugs und die Reparatur der Leitplanken wurden anschließend von Fachfirmen erledigt.

Gemessen am hohen Verkehrsaufkommen zur Unfallzeit ist zum Glück nicht mehr passiert.

 

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Bilder: (FFW Bad Camberg) zeigen das verunfallte Fahrzeug

Keine Winterpause bei der Feuerwehr Intensive Ausbildung in Bad Camberg

Während die wöchentlichen Übungen übers Jahr durchgängig veranstaltet werden, hat die Feuerwehr Bad Camberg im Winter 2014/2015 zusätzliche Ausbildungsveranstaltungen angeboten.

Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann muss vor Beginn der eigentliche Feuerwehrausbildung einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolvieren, steht doch das „Retten“ an oberster Stelle im Aufgabenkatalog der Wehren.

Jeder, der nach einigen Jahren den Erste-Hilfe-Lehrgang wiederholt wird feststellen, dass sich einerseits die medizinischen Behandlungsmethoden durch neue Erkenntnisse ändern und dass das Erlernte teilweise in Vergessenheit geraten ist. Daher wurde ein nach neuesten Erkenntnissen gestalteter Lehrgang angeboten. Seminarleiter Peter Mors vom DRK ist seit 20 Jahren Rettungsassistent und konnte mit seinem riesigen Erfahrungsschatz das Wissen optimal vermitteln.

Der zweitägige Lehrgang umfasste auszugsweise folgende Themen:

Die Rettungskette, Einsatz der Rettungsdecke, Verhalten beim Auffinden einer Person, Kontrolle der Vitalfunktionen, Stabile Seitenlage, Psychische Betreuung, Herz-Lungen- Wiederbelebung, Abnahme eines Motorradhelmes, Schock, Herzbeschwerden, Schlaganfall, Wundversorgung, Verbrennungen, Verbrühungen, Knochenbrüche.

Die Teilnehmer waren mit großer Aufmerksamkeit und Engagement bei der Sache. Im Übrigen hat die Veranstaltung wieder einmal die Verbundenheit der Bad Camberger Feuerwehr mit dem DRK Bad Camberg bewiesen, hat man doch regelmäßig gemeinsame Einsätze.

 

Eine weitere Sonderveranstaltung im Ausbildungskalender war die „Flurfahrzeugführer-Ausbildung“ (Gabelstapler)von sieben Aktiven, darunter einer Frau.

Bei der Feuerwehr werden z.B. Behälter zum Auffangen auslaufender Flüssigkeiten, Schaummittel und Nachschubmaterial auf Paletten und in Boxen in einem dreistöckigen Hochregal gelagert und mittels eines Gabelstaplers bewegt. Diese Fahrzeuge weisen Besonderheiten auf, auf welche in speziellen Schulungen eingegangen wird und die von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben sind.

Ausbilder Frank Lohse führte die Aktiven zuerst theoretisch und nachfolgend praktisch in die Materie ein. Zu beachten sind z. B. die Verantwortlichkeit und die Pflichten des Fahrzeugführers, die Wirkung der Hebelgesetze. Praktisch werden zuerst die Bedienelemente der Fahrzeuge kennen gelernt, bevor es in verschiedene Übungsparcours geht, die von den Teilnehmern zu durchfahren sind. Dabei werden Lasten gehoben, gestapelt, entnommen.

Zum Schluss folgen die theoretische und die praktische Prüfung.

 Alle Aktiven haben den Lehrgang bestanden.

 

Die Bilder zeigen jeweils die Teilnehmer und Ausbilder

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Erste-Hilfe-Lehrgang, Ausbilder Peter Mors (rechts)

 

Staplerausbildung

Gabelstapler-Ausbildung, Ausbilder Frank Lohse (rechts)

Schwerer Verkehrsunfall auf der L3031 Feuerwehr Bad Camberg befreit Eingeklemmte

Am Dienstagabend um 19:53 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Camberg zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person und insgesamt fünf Verletzten gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert.

Auf der L3031 Richtung Usingen etwa in Höhe des Abzweigs Richtung Obertorstraße waren zwei Fahrzeuge zusammen gestoßen. Eins der Autos kam von seiner Fahrspur ab und kollidierte mit einem entgegen kommenden Wagen.

In einem der Unfallfahrzeuge war eine Person eingeklemmt, die von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden musste. Um dem Unfallopfer Erschütterungen durch die Arbeiten am Auto zu ersparen wurde dieses zuerst unterbaut. Danach konnte die Beifahrertür schonend auf gespreizt werden. Hand in Hand mit dem Rettungsdienst wurde die Person dann auf eine Trage verbracht.

Im Verlauf des Einsatzes geriet dann noch eine Verkehrsteilnehmerin aus einem der nachfolgenden Fahrzeuge unter Schock, so dass sich die Anzahl der Betroffenen auf sechs erhöhte. Infolge der hohen Anzahl betroffener Personen hatte auch die Zentrale Leitstelle in Limburg alle Hände voll mit der Koordination der Unterbringung in Krankenhäuser zu tun.

Ein zufällig wenige Momente nach dem Unfall eintreffender Feuerwehrmann hatte die Rettungskräfte alarmiert und erste Maßnahmen unternommen.

Beide Fahrzeuge verloren ihr gesamtes Motoröl, was die Fahrbahn spiegelglatt machte und mit 20 Sack Ölbindemittel von der Feuerwehr gebunden werden musste.

Die Unfallaufnahme wurde von der Polizei durchgeführt.

 

Bilder FFW Bad Camberg

P1010140 - KopieDie Eingeklemmte ist gerade befreit und wird auf die Trage gehoben

 

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Auf einer großen Fläche war die Fahrbahn durch auslaufendes Öl verschmutzt und musste mit großen Mengen Ölbindemittel  aufwändig abgebunden.

Familienabend der Feuerwehr im „Stadion“

Feuerwehrfamilie feierte

Festlich nach dem Motto „Fußballweltmeisterschaft 2014“ geschmückt präsentierte sich der große Saal des Bad Camberger Kurhauses zum Familienabend der Feuerwehr. Einige der Aktiven hatten unter großem Aufwand die passende Dekoration geschaffen.

Wehrführer Hendrik Hotz konnte u. A. Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, Bürgermeister Wolfgang Erk und in Vertretung des Landrates Herrn Landtagsabgeordneten a.D. Helmut Peuser vom Kreisausschuss begrüßen.

In den Grußworten kam der Dank der Politik für die uneigennützige Arbeit der Feuerwehr und die Bereitschaft, rund um die Uhr für die Bevölkerung da zu sein zum Ausdruck. Im September 2014 hatte sich ein folgenschwerer Unfall auf der Bundesautobahn ereignet, der den Einsatzkräften alles abverlangte, waren doch frei Tote zu beklagen.

Eine besondere Überraschung hielt Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus bereit: Er überbrachte einen Scheck von Herrn Dr. Werner Schäfer, Projektmanagement aus Wetzlar in Höhe von 500 € für die Ersatzbeschaffung eines Jugendfeuerwehrzeltes. Das Zelt war während des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlagers einem Sturm zum Opfer gefallen. Der Stadtverordnetenvorsteher, der selbst das Zeltlager besuchte, nahm dies zum Anlass, einen Sponsor zu finden. Herr Dr. Schäfer ist selbst Mitglied der Feuerwehr in seiner Heimat.

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Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus überbringt einen Scheck von Herrn Dr. Werner Schäfer in Höhe von 500 € für die Jugendfeuerwehr.

 

Der Familienabend stellt eine Gelegenheit dar, einmal von dem Einsatzgeschehen abzuschalten und einige Stunden miteinander zu feiern.

Drei besondere Ehrungen standen auf dem Programm:

Karl-Heinz Kilian und Kaspar Pabst gehören der Wehr 50 Jahre an und sind zwar nicht mehr im Einsatz, aber jeder noch aktiv: Während Kaspar Pabst sich in der Brandschutzerziehung engagiert, plant Karl-Heinz Kilian die Wandertouren der Wehr, sowohl im alpinen Bereich als auch in der Heimat.

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Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Karl-Heinz Kilian (5.v.l.) und Kaspar Pabst (2.v.r.) ausgezeichnet. Stadtbrandinspektor Christoph Schmitt (3.v.l.) ist 25 Jahre dabei

 

Stadtbrandinspektor Christoph Schmitt gehört der Wehr 25 Jahre an und hat dafür bereits das silberne Brandschutzehrenzeichen erhalten, für die Vereinszugehörigkeit wurde er jetzt ebenfalls ausgezeichnet.

Folgende Beförderungen bzw. Ernennungen wurden von Wehrführer Hendrik Hotz ausgesprochen:

Marcel Grunert & Jonathan Kozudowski zu Feuerwehrmann-Anwärtern

Benjamin Schädel & Kevin Uhmann  zu Löschmeistern

Jan-Lukas Bierod, Nico Beyer, Fabio Leonhard zu Oberfeuerwehrmännern

Christian Hammann zum Hauptfeuerwehrmann

 

Nach dem in bewährter Art und Weise von der Fam. Tomic, Pächter des Kurhaus-Restaurants, zubereiteten Buffest und dem offiziellen Teil begann ein buntes Unterhaltungsprogramm, bestritten durch eigene Aktive.

Sabine Flecks präsentierte das seinerzeit im Fernsehen mit Heinz Rosenthal beliebte „Dalli Klick“, ein Ratespiel mit Bildern. Klar, dass die Fotos überwiegend Feuerwehrthemen zeigten, die nach und nach frei gelegt wurden. Hierbei winkten einige Gewinne.

Anschließend gab es einen Auftritt der „Traddeler“ eine aus der Feuerwehr hervorgegangene Fastnachtsgruppe, bestehend aus Markus Ickenroth, Roland Schmitt, Helmut Thies und dessen Tochter Sarah. Sie präsentierten einen Querschnitt aus ihrem Repertoire.

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Die Traddeler sorgten für musikalische Unterhaltung

 

Danach spielte Alleinunterhalter „Maxi“ Hits für Alt und Jung und es bestand getreu dem Motto „Fußball-WM“ Gelegenheit zum Kickern am Tischfußball oder Nägel in einen Klotz zu schlagen.

 

Text Helmut Thies

Fotos Sabine Flecks

Schwerer Unfall im Baustellenbereich auf der A 3 Drei Menschen sterben im PKW, mehrere Verletzte

Am 3. September 2014 ereignete sich im Bereich einer Baustelle ein folgenschwerer Unfall, der einen umfangreichen Einsatz nach sich zog. Drei Personen kamen ums Leben, elf weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Elf weitere Unfallbeteiligte wurden von der Notfallseelsorge betreut. Einige Tage nach dem Einsatz bestand auch für die Einsatzkräfte Gelegenheit zur Aussprache mit der Notfallseelsorge.

 

Ausgangssituation Baumaßnahmen auf der A3

Zwischen den Anschlussstellen Limburg und Wiesbaden/Niedernhausen werden Brückenbauwerke, die in ihrer Grundkonstruktion aus den 30-er Jahren stammen, saniert. Dabei werden Teile der Brücken abgerissen und neu errichtet. Die Bauzeit ist mit über einem Jahr veranschlagt. An allen Brücken wird zur gleichen Zeit gearbeitet. Während die Baustellen mancher Brücken sich nur über wenige hundert Meter erstrecken, mit der Verringerung der Fahrbahnbreite, dem Entfall der Standstreifen und dem Schwenken der Fahrbahn noch überschaubare Einschränkungen darstellen, hat sich Hessen Mobil als zuständige Stelle dazu entschieden, zwischen Bad Camberg und Limburg/Lahn eine einzige, etwa fünf Kilometer lange Baustelle für drei Brücken einzurichten. Diese Baustelle wird fast täglich im Verkehrsrundfunk wegen liegen gebliebener LKWs und anderer Behinderungen, bedingt durch fehlende Standstreifen, erwähnt.

Aus diesem Grund ist auch das Bilden von Rettungsgassen nahezu ausgeschlossen.

 

Einsatztaktische Maßnahmen im Baustellenbereich

Um der geschilderten Situation einigermaßen entgegen zu wirken und den Rettungskräften eine Zufahrt in den Baustellenbereich zu ermöglichen, wurde zwischen der Brandschutzdienststelle des Landkreises und den Autobahnfeuerwehren vereinbart, im Alarmfall Bereitstellungsräume in Autobahnnähe aufzusuchen (im Fall der Bad Camberger Feuerwehr ist dies die Raststätte Bad Camberg-West). Ein ELW/KdoW der die günstigste Anfahrt in Koordination mit der entgegen kommenden Feuerwehr erkunden soll, wird voraus geschickt. Die geschilderte Situation kann nur als Notlösung und als Reaktion auf vollendete Tatsachen angesehen werden. Im Vorfeld der Einrichtung der Baustellen wurden die Brandschutzdienststelle des Landkreises Limburg-Weilburg und die Autobahnfeuerwehren durch Hessen Mobil nicht eingebunden. Diskussionen bereits vor dem Unfall in der örtlichen Presse verdeutlichten, dass die gewählte Trassenführung bei Verkehrsteilnehmern auf Unverständnis stieß. Alternative Anfahrmöglichkeiten für Rettungskräfte sind die Gegenfahrbahn (bei gesicherter Meldung der Sperrung!) oder die parallel verlaufende Bundesstraße B 8.

 

Unfallhergang

Am Mittwoch, dem 3. September 2014 befuhr ein silberfarbener BMW im Baustellenbereich die in Richtung Frankfurt führende Fahrbahn. Auf dieser Richtungsfahrbahn ist auch eine entgegen kommende Spur eingerichtet, die mit einem provisorischen Fahrbahnteiler aus Metall von den übrigen abgetrennt ist. Das Auto schleuderte über diese Leitplanke und kollidierte mit mehreren entgegen kommenden Fahrzeugen. Dabei wurde der BMW in der Mitte zerrissen. Das Auto war mit Großmutter, Mutter, zwei Enkelinnen und einem Enkel besetzt. Die Großmutter und eins der Mädchen verstarben an der Unfallstelle, ein weiteres wenig später. Die 29-jährige Fahrerin, Mutter der Kinder und der Junge wurden schwer verletzt. Schwer verletzt wurden auch drei Personen aus den entgegen kommenden Fahrzeugen und mehrere leicht. Insgesamt standen letztendlich 22 beteiligte Personen fest, davon 11 Verletzte.

 

Einsatzablauf

Die Alarmierung der Einsatzkräfte durch die Zentrale Leitstelle Limburg-Weilburg erfolgte ab 18:59 Uhr.

Alarmiert wurden vier RTH, die Feuerwehr Bad Camberg, der KBI, vier RTW, LNA und OLRD, das DRK OV Bad Camberg, die Notfallseelsorge, ergänzend die Feuerwehr Limburg und später das Kriseninterventionsteam des benachbarten Rheingau-Taunus-Kreises, das von der Feuerwehr Idstein gebracht wurde.

Die Entscheidung der Zentralen Leitstelle, direkt die Rettungshubschrauber anzufordern, kam unter anderem durch die Anwesenheit des zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektors aus Bad Camberg zu Stande, der mit seinem privaten Fahrzeug unmittelbar hinter dem Unfallgeschehen unterwegs war. Da er auch ausgebildeter Rettungssanitäter ist, konnte er der Leitstelle zeitnah präzise Angaben über die Anzahl der Verletzten, Art der Verletzungen und Verkehrssituation machen.

Bedingt durch die oben geschilderten Schwierigkeiten bei der Anfahrt erreichten die Fahrzeuge die Einsatzstelle erst, nachdem alle RTHs bereits eingetroffen waren. Aufgrund widersprüchlicher Meldungen über eine Totalsperrung beider Richtungen wurde die Anfahrt nicht über die Gegenfahrbahn gewählt.

Von der Feuerwehr wurden verletzte und getötete Personen aus Fahrzeugen befreit und der Rettungsdienst unterstützt.

Da sich der Einsatz über beide Richtungsfahrbahnen, die dann später im Verlauf voll gesperrt worden waren erstreckte, diente die Rettungsplattform als Verbindungsbrücke. Eine entstandene Benzinlache wurde abgebunden und der Brandschutz sichergestellt.

Bei solchen Einsätzen ist erfahrungsgemäß damit zu rechnen, dass nicht beteiligte Verkehrsteilnehmer über Stunden im Stau stehen. Die Einsatzkräfte entfernten daher die Fahrbahnteiler auf eine Länge von rd. 15 m, um ein Wenden der Fahrzeuge und somit den Abfluss des Verkehrs zu ermöglichen. Allerdings waren auch sämtliche tangierenden Landstraßen ebenfalls überlastet.

Während die meisten Einsatzkräfte aus Limburg zeitnah wieder zurückkehren konnten, wurde deren Flutlichtmastfahrzeug zusammen mit den Bad Camberger Fahrzeugen zur Ausleuchtung benötigt.

Sieben Unfallbeteiligte transportierte das Bad Camberger MTF zu einer Unterkunft in Limburg zur Betreuung und Übernachtung.

Elf weitere Beteiligte sowie 15 angereiste Angehörige wurden im Feuerwehrhaus Bad Camberg durch das Kriseninterventionsteam des benachbarten Rheingau-Taunus-Kreises und Feuerwehrleute betreut.

Der Einsatz endete am nächsten Morgen um 04:10 Uhr

 

Schlussbetrachtung

Von der Polizei wurden Verkehrsteilnehmer beobachtet, die das Unfallgeschehen mit Handys gefilmt haben. Abgesehen vom moralischen Aspekt führt dies zu weiteren Verzögerungen, da diese modernen Gaffer für ihre Tätigkeit das Tempo im Vorbeifahren drosseln. Möglichkeiten, dem Tun entgegen zu wirken bestehen kaum.

Der Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg hat im Oktober 2014 den Kreisausschuss beauftragt, beim hessischen Verkehrsministerium und bei Hessen Mobil auf eine sinnvolle Koordinierung der Baustellen auf der Autobahn hinzuwirken. Im Jahr 2015 werden entsprechend der jetzigen Maßnahmen nämlich die Brückenhälften der anderen Richtungsfahrbahn saniert.

Als hilfreich hat sich ein wenige Tage nach dem Unfall anberaumtes Gespräch für die Einsatzkräfte mit Mitarbeitern der Notfallseelsorge erwiesen.

 

Text: Helmut Thies, FFW Bad Camberg

Fotos: FFW Bad Camberg, Hessische Polizeifliegerstaffel

Fotos Feuerwehr Bad Camberg:

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Drei der vier gelandeten Rettungshubschrauber, die wegen der schlechten Erreichbarkeit der Einsatzstelle direkt durch die Zentrale Leitstelle Limburg-Weilburg angefordert worden waren.

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Der Unfall wurde durch den BMW verursacht. Drei Menschen starben. Das Fahrzeug zerriss in zwei Hälften.

 

Fotos Hessische Polizeifliegerstaffel:

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Übersichtsaufnahme der Unfallstelle

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Der Fahrbahnteiler wird durch die Feuerwehr entfernt, um den seit Stunden im Stau stehenden Verkehrsteilnehmern die Umkehr zu ermöglichen.

Feuerwehr-Grundlehrgang in Bad Camberg Wochenlehrgang als Alternative

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren werden in vielen Schritten und über Jahre hinweg auf ihre umfangreichen Aufgaben ausgebildet.

In Lehrgängen erweitern sie ständig ihren Wissensstand.

Die Basis stellt immer der Grundlehrgang dar, auf dem die weitere Ausbildung aufgebaut ist. Die Grundlehrgänge werden jeweils auf Kreisebene und zumeist an Wochenenden durchgeführt, da an diesen Tagen sowohl die ehrenamtlichen künftigen Einsatzkräfte als auch die ebenfalls ehrenamtlich tätigen Kreisausbilder zumeist in ihrem Beruf frei haben.

In wenigen Fällen allerdings gibt es Ausnahmen von der Regel, z.B. bei Beschäftigten im Einzelhandel oder im Schichtdienst. Um auch diesem Personenkreis eine Ausbildung zu ermöglichen, wird derzeit im Bad Camberger Feuerwehrhaus ein einwöchiger Grundlehrgang durchgeführt. Drei Feuerwehrfrauen und 18 Männer bereiten sich auf den Einsatzdienst vor.

Seitens der Kreisausbilder stehen Detlev Ditsch und Jürgen Lang bereit. Jürgen Lang hat sogar eine Woche seines Urlaubs für den Lehrgang zur Verfügung gestellt, dies gilt auch für die Betreuer vor Ort der Bad Camberger Feuerwehr Alexander Rembser, Christian Conin und Benny Schädel, die den Lehrgangsteilnehmerinnen und-Teilnehmern ein „Rundum-sorglos-Paket“ bieten; dazu gehört z.B. die Zubereitung des Frühstücks, die Fahrt zum Mittagessen ins Kurhaus, wo die Familie Tomic für alle kocht und immer da zu sein, wenn Fragen auftauchen. Schließlich hat Bad Camberg keine hauptamtlichen Feuerwehrmitarbeiter.

Die Löschfahrzeuge für die Ausbildung stellen die Feuerwehren Erbach und Niederselters.

 

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Gruppenfoto der Lehrgangsteilnehmer und Ausbilder. Die praktischen Übungen waren angesichts der Temperaturen teilweise arg anstrengend.

Im Team sind wir stark Feuerwehr Bad Camberg im Kletterpark

Zu einem eintägigen Ausflug brachen die Einsatzabteilung und die Alters-und Ehrenabteilung der Feuerwehr Bad Camberg am vergangenen Samstag in den Spessart auf. Während sich die sportlich orientierten Feuerwehrleute für den Besuch eines Kletterparks entschieden hatten, besuchten diejenigen, welche es etwas beschaulicher bevorzugten das herrlich gelegene Wasserschloss Mespelbrunn.

Die Kletterer fanden ein ausgedehntes Gelände vor, das Parcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden aufwies. Die dort angewandte Sicherungstechnik wies viele Gemeinsamkeiten mit der Höhensicherung der Feuerwehr auf, so dass das Klettern auf schwankenden Stegen und das Ausbalancieren auf Seilen von Baum zu Baum eine Erweiterung der Ausbildungsinhalte bei der Höhensicherung darstellten.

Nebenbei konnte man wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Diskussion über die Errichtung einer ähnlichen Einrichtung im Bad Camberger Wald gewinnen.

Trotz der über 30 Grad hohen Temperatur war es in der Höhe unter den Wipfeln und bei geringem Wind gut auszuhalten.

 

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Die jungen Kameraden bezwangen zwei verschiedene Kletterstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

 

Beide Gruppen trafen sich am Nachmittag wieder und fuhren gemeinsam zu einer Waldgaststätte mit eigener Brauerei, um den Tag ausklingen zu lassen. Vor Erreichen der Lokalität fielen die Reisenden allerdings einer waschechten Räuberbande in die Hände und mussten allerlei Dinge über sich ergehen lassen bis die Weiterfahrt gestattet wurde.

 

Josef Thies ältester Kletterer

Der 87-jährige Ehrenstadtbrandinspektor Josef Thies entschied sich für den Kletterpark und bestieg zusammen mit den weitaus jüngeren Teilnehmern den Parcours, wofür ihm die Anerkennung der Gruppe entgegen gebracht wurde.

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Zurück auf dem Boden:  Ehren-Stadtbrandinspektor Josef Thies war  der älteste Kletterer im Team.