Keine Winterpause bei der Feuerwehr Intensive Ausbildung in Bad Camberg

Während die wöchentlichen Übungen übers Jahr durchgängig veranstaltet werden, hat die Feuerwehr Bad Camberg im Winter 2014/2015 zusätzliche Ausbildungsveranstaltungen angeboten.

Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann muss vor Beginn der eigentliche Feuerwehrausbildung einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolvieren, steht doch das „Retten“ an oberster Stelle im Aufgabenkatalog der Wehren.

Jeder, der nach einigen Jahren den Erste-Hilfe-Lehrgang wiederholt wird feststellen, dass sich einerseits die medizinischen Behandlungsmethoden durch neue Erkenntnisse ändern und dass das Erlernte teilweise in Vergessenheit geraten ist. Daher wurde ein nach neuesten Erkenntnissen gestalteter Lehrgang angeboten. Seminarleiter Peter Mors vom DRK ist seit 20 Jahren Rettungsassistent und konnte mit seinem riesigen Erfahrungsschatz das Wissen optimal vermitteln.

Der zweitägige Lehrgang umfasste auszugsweise folgende Themen:

Die Rettungskette, Einsatz der Rettungsdecke, Verhalten beim Auffinden einer Person, Kontrolle der Vitalfunktionen, Stabile Seitenlage, Psychische Betreuung, Herz-Lungen- Wiederbelebung, Abnahme eines Motorradhelmes, Schock, Herzbeschwerden, Schlaganfall, Wundversorgung, Verbrennungen, Verbrühungen, Knochenbrüche.

Die Teilnehmer waren mit großer Aufmerksamkeit und Engagement bei der Sache. Im Übrigen hat die Veranstaltung wieder einmal die Verbundenheit der Bad Camberger Feuerwehr mit dem DRK Bad Camberg bewiesen, hat man doch regelmäßig gemeinsame Einsätze.

 

Eine weitere Sonderveranstaltung im Ausbildungskalender war die „Flurfahrzeugführer-Ausbildung“ (Gabelstapler)von sieben Aktiven, darunter einer Frau.

Bei der Feuerwehr werden z.B. Behälter zum Auffangen auslaufender Flüssigkeiten, Schaummittel und Nachschubmaterial auf Paletten und in Boxen in einem dreistöckigen Hochregal gelagert und mittels eines Gabelstaplers bewegt. Diese Fahrzeuge weisen Besonderheiten auf, auf welche in speziellen Schulungen eingegangen wird und die von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben sind.

Ausbilder Frank Lohse führte die Aktiven zuerst theoretisch und nachfolgend praktisch in die Materie ein. Zu beachten sind z. B. die Verantwortlichkeit und die Pflichten des Fahrzeugführers, die Wirkung der Hebelgesetze. Praktisch werden zuerst die Bedienelemente der Fahrzeuge kennen gelernt, bevor es in verschiedene Übungsparcours geht, die von den Teilnehmern zu durchfahren sind. Dabei werden Lasten gehoben, gestapelt, entnommen.

Zum Schluss folgen die theoretische und die praktische Prüfung.

 Alle Aktiven haben den Lehrgang bestanden.

 

Die Bilder zeigen jeweils die Teilnehmer und Ausbilder

EH-Ausbildung

Erste-Hilfe-Lehrgang, Ausbilder Peter Mors (rechts)

 

Staplerausbildung

Gabelstapler-Ausbildung, Ausbilder Frank Lohse (rechts)